So weich wie ein Teppich
Die Fußballer der TuS Hornau freuen sich über ihren neuen Rasenplatz, der knapp 220 000 Euro gekostet hat. Endlich haben die 200 Kinder und Jugendlichen mehr Platz auf der Anlage am Reis und eine Alternative zum Kunstrasenfeld. Der Rasen wurde bereits im Oktober 2009 gesät, die Mäharbeiten folgten im Frühjahr. Die Fußballer von der TuS Hornau fallen in Zukunft weich, wenn es bei den Spielen richtig zur Sache geht. Der neue Rasenplatz, der am Wochenende mit einem Fest und den Stadtmeisterschaften offiziell freigegeben wurde, ist «total schön und weich wie ein Teppich», freut sich der sechs Jahre alte Nachwuchsfußballer Ludwig.
Auch sein Sportskamerad Finn, der als Stürmer für die Jugend der TuS Hornau kickt, hat die Qualitäten der neuen Spiel- und Trainingsfläche gleich erkannt: «Der Rasen ist ganz weich, aber auch sehr stark, so dass nicht gleich Löcher entstehen, wenn man mal grätscht», erklärt der Zwölfjährige fachmännisch. Außerdem tue es nicht so weh wie auf dem Kunstrasenplatz, wenn ein Spieler mal stürze. Und der Ball sei langsamer und springe nicht so schnell weg, was das Spielen besser mache, zeigt sich Finn von dem neuen Fußballfeld begeistert. Jugendleiterin Christa Klöckner ist von dem neuen Naturrasen ebenso angetan wie ihre Schützlinge. «Auf dem Kunstrasenplatz haben manchmal drei Teams gleichzeitig trainiert, der Platz hat für die 200 Fußball-Kinder in unserem Verein einfach nicht mehr gelangt», erzählt sie.
Mit den Sanierungsarbeiten des Platzes wurde im September 2009 begonnen. Dies sei durch das Konjunkturprogramm des Bundes möglich gewesen, sagte Bürgermeister Thomas Horn. Die Unterstützung bei der Sanierung solle «die Anerkennung und Wertschätzung der Kinder- und Jugendarbeit in den Vereinen verdeutlichen», betonte Horn. Insgesamt flossen 180 000 Euro aus Bundesmitteln in den Ausbau des Rasenplatzes. Der Verein steuerte 40 000 Euro an Eigenleistungen bei, vor allem bei der Planung.
Nachdem die alte Rasendecke gelöst wurde, erfolgte die Erneuerung der Drainageleitungen zur Be- und Entwässerung der Rasenfläche. Daraufhin erhielt der Platz neue Tore und Eckfahnen. Mit dem Einsäen der neuen Rasenfläche konnte dann im Oktober begonnen werden, im Frühjahr starteten die Mäharbeiten. «Durch den langen Winter hat sich alles etwas verzögert, aber pünktlich zur Eröffnung ist jetzt alles richtig schön geworden», freut sich Jugendleiterin Klöckner. Die Spiele auf dem neuen Feld versprechen richtig spannend zu werden – denn, so verrät Klöckner mit einem Augenzwinkern, die Kinder hätten sich schon darüber gefreut, «dass man auf dem neuen Platz auch mal ein Foul spielen kann, weil man sich hier ja nicht so doll weh tut». Ein weiterer Vorteil des Natur-Rasenplatzes sei, dass dieser bei hohen Temperaturen von unten viel kühler ist als Kunstrasen, worüber sich die Sportler bei der Hitze am Samstag besonders gefreut haben dürften. Denn hier ermittelten nicht nur die Kelkheimer Teams ihre Stadtmeister, auch die Vorstandsvertreter der TuS versuchten sich einem Einlagespielchen gegen eine Auswahl der Kelkheimer Stadtverordneten. Und das lief gar nicht mal schlecht: Die Funktionäre schlugen die Politiker mit 2:0. Jubeln durfte auch der Verein «Hilfe für krebskranke Kinder» in Frankfurt. Denn die TuS sammelte beim Fest stolze 1500 Euro an Spenden. Denn hier ermittelten nicht nur die Kelkheimer Teams ihre Stadtmeister, auch die Vorstandsvertreter der TuS versuchten sich einem Einlagespielchen gegen eine Auswahl der Kelkheimer Stadtverordneten. Und das lief gar nicht mal schlecht: Die Funktionäre schlugen die Politiker mit 2:0. Jubeln durfte auch der Verein «Hilfe für krebskranke Kinder» in Frankfurt. Denn die TuS sammelte beim Fest stolze 1500 Euro an Spenden.
Artikel vom 04. Juli 2010, 21.10 Uhr